Symposium „urban transitions l“ 2007 in Kassel

 

urban-transitions-thDas Symposium urban transitions l 2007 in Kassel gab Einblicke in Strategien und Ergebnisse relevanter Forschungsaktivitäten und aktueller Praxisbeispiele der gebauten Umwelt. In drei thematischen Vortragsrunden wurden Methoden zur Analyse und Bewertung der Umwelt, Energie- und Stoffströme in unterschiedlichen Bedürfnisfeldern und Infrastruktursystemen, neue planungs-theoretische Konzepte sowie der Einfluss von Akteuren und Lebensstilen zur Diskussion gestellt.

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Ankündigungstext
Die aktuellen Berichte der UN zum Klimawandel und zu anderen ökologischen und sozialen Problemen zeigen den dringenden Handlungsbedarf für eine globale, ökologisch- und sozialverträgliche Modernisierung, wie sie mit dem Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung bereits vor zwanzig Jahre im Brundland-Report gefordert wurde.

Der Großteil der anthropogen globalen Ressourcenströme und Emissionen werden direkt oder indirekt durch die urbanen Systeme und den dort lebenden Menschen verursacht. Der gesellschaftliche Stoffwechsel industrieller und postindustrieller Gesellschaften ist derzeit nicht nachhaltig und das Bevölkerungswachstum sowie die rasante Industrialisierung insbesondere in Asien werden voraussichtlich zu einer weiteren Verschärfung der ökologischen und sozialen Probleme führen.

Die nachhaltige Gestaltung der urbanen Systeme ist somit zu einer dringenden Aufgabe für alle beteiligten Akteure in Politik, Wirtschaft, Planung, Wissenschaft und Bildung geworden. Das Symposium urban transitions soll ein Einblick in Strategien sowie Ergebnisse relevanter Forschungsaktivitäten und aktueller Praxisbeispiele der gebauten Umwelt geben. In drei thematischen Vortragsrunden werden Methoden zur Analyse und Bewertung der Umwelt, Energie- und Stoffströme in unterschiedlichen Bedürfnisfeldern und Infrastruktursystemen, neue planungs-theoretische Konzepte sowie der Einfluss von Akteuren und Lebensstilen zur Diskussion gestellt. Der Titel des Symposiums verweist auf die dynamische Komplexität urbaner Systeme und deren Wandlungsprozesse. Dies führt zu der Frage, inwiefern urbane Systeme steuerbar sind oder ob das Unterstützen selbstregulativer Mechanismen und Prozesse im Hauptinteresse des praktischen Handelns stehen sollte. Die Komplexität des Diskussionsgegenstandes kann somit als Problem und Chance zu gleich verstanden werden.

Die Zielgruppe des Symposiums sind Nachwuchswissenschaftler, Hochschullehrer und Studierende, die an Themen zur nachhaltigen Stadtentwicklung interessiert sind und sich an den Diskussionen zu den Positionen beteiligen wollen. Es dient auch zur persönlichen und institutionellen Vernetzung.

Das Symposium wird von dem Doktoranden-Netzwerk Nachhaltige Stadtentwicklung (NSE) organisiert. Das NSE ist eine bundesweite, unabhängige und selbst-organisierte Initiative von Doktoranden aus den unterschiedlichsten Disziplinen, die sich in regelmäßigen Abständen zum thematischen und methodischen Austausch treffen. Das NSE begreift Nachhaltigkeit als eine Querschnittsfunktion komplexer Interaktionen energetisch-stofflicher, ökologischer, ökonomischer und sozialer Systeme, die daher einer ganzheitlichen Betrachtung bedürfen. Die multidisziplinäre Zusammensetzung ist somit ein wesentliches Merkmal des NSE.

Das Symposium urban transitions findet am Tag vor der Eröffnung der documenta 12 statt. Die Leitmotive der diesjährigen documenta sind als Fragen formuliert: Ist die Moderne unsere Antike? Was ist das bloße Leben? Was tun? Diese Fragen können „zueinander in Beziehung treten, einander überlagern oder auch zerfallen“, um letztlich „etwas herauszufinden“ [Roger M. Buergel]. Vielleicht kann das Symposium weitere Fragen liefern und damit ebenfalls etwas herausfinden. Wir würden uns freuen!

 

 

 

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