Bundesrechnungshof: Stuttgart 21 wird 10 Milliarden kosten

Zu Baubeginn waren 4 Milliarden kalkuliert, im Juni 2016 ging die Bahn noch von 6,5 Milliarden aus. Die Gegner von Stuttgart 21 gingen von Anfang an von 10 Milliarden Euro aus, was nun vom Bundesrechnungshof bestätigt wurde.

„Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hat erneut eine Variante ins Spiel gebracht, die die Landtagsfraktion der Grünen seit Mitte der Neunziger diskutiert, damals geführt von Kuhn: Danach würden nur vier Gleise unter die Erde verlegt, in einem kleiner dimensionierten und so deutlich kostengünstigeren Tiefbahnhof für den Fernverkehr.

Regionalzüge kämen weiterhin im heutigen oberirdischen Kopfbahnhof an. Nach der berühmten Schlichtung 2010 bis 2011 hatten sich auch Heiner Geißler (CDU) und der Schweizer Verkehrsexperte Werner Stohler für dieses Konzept starkgemacht.

Die BUND-Landesvorsitzende, Brigitte Dahlbender, befürchtet angesichts der neuen Zahlen, dass die Projektpartner sehenden Auges in ein programmiertes Desaster schlittern. Es drohten „jahrelange gerichtliche Auseinandersetzungen um die Verteilung der Mehrkosten“ und eine „vor sich hin dümpelnde Bauruine, wie etwa der Flughafen Berlin-Brandenburg“.“

Quelle: Stuttgart 21 wird noch viel teuer: Programmiertes Desaster in der taz vom 6.7.2016

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